Dienstag, 20. November 2012

So, heute gibt es einen Exklusivbericht über Emily in Dubai. 

Sie hat sich bereits prima hier eingelebt, noch ist es ja auch ein bisschen wie Urlaub, da wir zur Zeit ja immer noch im Hotel sind. Emily fragt natürlich oft nach Familie und ihren Freunden in Deutschland und würde gerne alle besuchen. Aber, wenn wir sie daran erinnern, dass der Weg sehr weit ist und der Flug natürlich nicht umsonst, sagt sie "macht ja nix, es können uns ja alle besuchen kommen ...". 

Der Pool 



Unser Pool wird von einem netten Bademeister beaufsichtigt, der sich immer freut, wenn Emily zum schwimmen vorbei schaut. Seit einigen Tagen hat er immer neue Überraschungen für uns parat und gibt uns Tips, wie Emily schnell das Schwimmen lernen kann. Am ersten Tag ging Emily nur mit Schwimmweste und ihrer Schwimmring ins Wasser, nun kann sie sich bereits nur mit Schwimmweste durchs Wasser bewegen. Seit gestern haben wir auch ein Schwimmbord, ich habe es zufällig im Schaufenster eines Sportgeschäfts entdeckt uns es erinnerte mich an früher, als ich schwimmen gelernt habe. Heute mussten wir es natürlich sofort testen. Am Pool hat sie nun auch eine kleine Freundin gefunden, Sheily war mit Ihrer Schwester da und hat sich für morgen mit Emily verabredet. Unterhalten konnten die beiden sich zwar nicht miteinander aber sie hatten offensichtlich Spaß zusammen.   

Freizeitspaß

Ausser schwimmen, geht Emily gerne mit uns durch die Mall. Dort gibt es tolle Indoorspielplätze mit Rutschen und riesigen Klettergerüsten, alles dick gepolstert, so dass nichts passieren kann. Einige von diesen Spielplätzen sind nicht sonderlich Erwachsenenfreundlich, da die Gänge sehr schmal sind und man in der Rutsche fast stecken bleibt. Der Vorteil ist, das man sich keine Sorgen machen muss, dass das Kind abhanden kommt, denn alles ist eingezäunt. Manche Spielplätze sind wie ein Labyrinth und wenn Emily Panik bekommt und den Weg nicht hinaus findet müssen wir uns hineinzwängen. Der Nachteil an diesen Indoorspielplätzen ist, dass am Eingang auch viele Karussells und sogar Kinderspielautomaten stehen, an denen Tickets gewonnen werden können, die man gegen Spielzeug tauschen kann alles blinkt und es ist wahnsinnig laut, grausam. Ich nenne es nur noch Spielhölle und Emily fragt begeistert nach dem Kinderparadies. 

Kulinarische Neuerungen



Seit wir hier sind hat sich auch Emily's Geschmack weiterentwickelt und wir sind jedes Mal wieder überrascht wovon Emily begeistert ist. Wir probieren selbst gerne alles Neue und für uns exotische  aus  und es ist schön, wenn Emily die Möglichkeit hat sämtliche internationale Köstlichkeiten zu probieren. Der 1. Hamburger war zwar nicht besonders exotisch, aber vorher hat Emily sich stets geweigert auch nur zu probieren, nun würde sie am liebsten jeden Tag einen essen, aber das gibt's auch nicht. Die Chicken Nuggets ist sie nun auch gerne etwas schärfer, mit dem Hinweis darauf "die sind aber scharf wie Chili". Ihre neuste Entdeckung Aioli, Ketchup hat ihr bisher noch nie geschmeckt und Majo fand sie auch nicht so besonders, aber mit Knoblauch scheint es wohl besser zu schmecken. Als wir letztens bei Ping Pong waren, ein sehr gutes Dim Sum Restaurant mit chinesischen Köstlichkeiten, war ich etwas skeptisch, es gab kein Kindermenü und ich konnte mir nicht vorstellen, dass sie überhaupt Dim Sum probieren wird, daher bestellte ich ihr den Nachtisch (Brownie mit Eis), aber da musste ich mich eines besseren belehren lassen. Sie hat so gut wie alle Dim Sums probiert und fand es lecker - schmecker. Bei BBQ - Delights haben waren wir am Wochenende zum Buffet essen, hier gibt es pakistanische, afghanische und nordindische Küche. Auch hier hat es Emily super geschmeckt und sie möchte wieder hin. 

Kindergarten

Heute haben Emily und ich ihren zukünftigen Kindergarten besucht, leider habe ich mich auf dem Weg dorthin schon wieder verfahren und wir waren eine halbe Ewigkeit unterwegs. Einmal vorbeigefahren an der richtigen Ausfahrt bedeutet meist mind. 30 Min. Umweg! Egal, der Weg hat sich gelohnt und die Entscheidung ist auch schon gefallen. Emily wird ein Shooting Star (Sternschnuppe) im Step by Step Kindergarten. Wir wurden sehr freundlich dort empfangen und konnten uns alle Gruppen genau ansehen. Alles Kunterbunt, überall hingen gebastelte Sachen, es gab Kuschelecken, viel zu entdecken und Lernecken. Das Konzept dort ist englisch, natürlich wird auch nur Englisch gesprochen, zusätzlich gibt es noch Französisch (freiwillig) und Arabisch (Pflicht). Emily soll aber zunächst nur Englisch lernen, sonst wird es zu viel oder wir verstehen sie bald nicht mehr ;-). Es gibt sogar einige deutsche Kinder hier. Alles ist sehr modern, jeder Raum hat einen Computer an dem die Kinder gemeinsam mit den Erziehern spielerisch lernen sollen, jeweils immer nur 10 Min., es gibt dann Musikvideos oder Buchstabenspiele. Schöner wäre es natürlich, wenn sie dies nicht von einem PC lernen würden, so wie im alten Kindergarten. Es gibt hier sogar einen riesigen Aussenbereich zum Toben mit Rutschen, Schaukeln, Klettergerüsten, Wasserspielen etc.. Sandkästen braucht man nicht, denn alles was nicht asphaltiert ist, ist hier sowieso wie ein Sandkasten. Der Kindergarten ist in einer neuen sehr schönen Wohnsiedlung, die aber mitten im Nirvana ist. Drumherum ist nix ausser Wüste und einigen Autobahnen. Der Weg dort hin wird aber zum Glück nicht so weit sein, ca. 10 - 15 Min. Im Kindergarten gibt es einen festen Stundenplan, Begrüßung, Freispiel, Frühstück, Spielplatz, Sport, Mittag, Lernzeit und Spielplatz. Jede Woche gibt es ein neues Motto, z.B. Buchstaben die gelernt werden und Wörter die mit dem jeweiligen Buchstaben beginnen, sowie Reime und Lieder die dazu passen. Alle 2 Wochen wird ein Bärenpicknick gemacht, fast so wie das Puppenfrühstück bei den Spatzen. Wahrscheinlich geht's im Dezember los, Emily freut sich schon drauf! 

Montag, 19. November 2012

Auf Umwegen am Ziel vorbei

Heute wollte ich Andre um 17:30 h von der Arbeit abholen, damit wir uns Autos anschauen können, den Weg kannte ich ja eigentlich schon. Wie gesagt eigentlich!

Kurz vor der Ausfahrt war ich mir plötzlich unsicher und dachte, ach ich muss doch noch eine Ausfahrt weiter. Und da war es auch schon passiert und ich sah den Exit nur noch zu meiner Rechten. Zwischen den einzelnen Exits liegen meist "nur" 5 - 10 km, am besten also sofort den nächsten Exit nehmen und versuchen mit einem U-Turn zu drehen. Das Problem dabei war, dass der nächste Exit die Jebel Ali Free Zone war und ich bereits am Kontrollpunkt zur Hafeneinfahrt stand. Der Sicherheitsmann sagte irgendwas von Brücke und wenden, also fuhr ich wieder weiter in Richtung Abu Dhabi. Emily war mittlerweile eingeschlafen und Andre wartete immer noch im Büro. Die nächste Ausfahrt gehörte wieder zur Free Zone, daher gab ich Gas und fuhr weiter. Rechts und Links eigentlich nur noch Wüste, kaum Licht und um mich herum weder Ausfahrten noch Schilder. Nach 10 km endlich eine Ausfahrt, dachte ich zumindest, die führte jedoch nur zu einem Tor und endete im Nirvana. Also Rückwärts raus wieder auf die Autobahn nach Abu Dhabi. Gleiches Spiel noch einmal, warum können die denn nicht wenigstens ein Schild aufbauen? Dann endlich eine große Ausfahrt und eine Tankstelle. Am besten mal Fragen dachte ich, um mich herum nur Männer die alle etwas merkwürdig schauten. Blonde nicht verschleierte Frau allein im Auto unterwegs - Blick. Englisch ist bis hierher noch nicht vorgedrungen, daher wurde mir der Weg freundlich lachend von einem älteren Herrn auf Arabisch, oder so erklärt mit ein wenig Zeichensprache. Zumindest Dubai habe ich verstanden und da wollte ich wieder hin. 

Bin jedoch im Kreisverkehr eine Ausfahrt zu früh raus gefahren. Hier stand auf dem Schild zwar Dubai, nur war es die Parallelstraße. Egal, hauptsache nicht noch weiter weg. Nach mehreren Telefonaten mit Andre wusste er nun auch wo ich mich rumtrieb und nannte mir eine Ausfahrt ich nehmen sollte. Nur stand an keinem Schild diese besagte Ausfahrt dran. Mittlerweile sah ich wieder Häuser um mich herum. Das eigentliche Ziel Andre abzuholen, hatte ich bereits abgehakt, ich wollte nur noch irgendwie und vor allem schnell zum Hotel zurück. Die Straße wurde voller und ich musste durch gefühlte 20 Megakreisverkehre der Emirates Road fahren. Kam in einen Stau und wurde ständig angehubt, da ich nicht wie wild in den Kreisverkehr fuhr ohne vorher zu stoppen. Resultat war, dass ich Andre nicht mehr abgeholt habe und 70 km, also 1 Std. Umweg  gefahren bin.

Aber es hatte auch etwas positives: 

1. Ich kenne nun den Weg nach Abu Dhabi.
2. Das Benzin ist sooo billig, das man sich ruhig verfahren kann ohne Arm zu werden. Man sollte nur nich mit leerem Tank in die Wüste fahren.

Und zum Schluss noch eine kleine Anmerkung zum Thema Benzin:

An der Tankstelle sucht man vergeblich nach Preisen und zum Tanken bleibt man einfach im Auto sitzen. Der Tank wird gefüllt und man bezahlt bequem aus dem Fenster. Eine Tankfüllung für einen mittelgroßen Wagen kostet 15 €.





Back to the 90's

Freitag war ich mit Markus und Thanh auf einem tollen 90er Jahre Konzert im Emirates Golf Club. Für 18 Uhr hatten wir uns verabredet, los gings erst um 20:30h, bis dahin wurden wir mit DJ Musik unterhalten. Das ganze war natürlich Open Air, bei  25° C  (und das im November!), anfangs war noch nicht so viel los und wir hatten Glück noch einige der Loungewürfel zu ergattern, die auf der Wieser verteilt waren. Viele der Konzertbesucher kamen im 90er Jahre Retro Style, es wurde auch der beste Style prämiert. Vor dem Konzert hatte ich noch überlegt, was man denn so in den 90ern getragen hat, aber irgendwie fiel mir nicht sehr viel dazu ein, nun ist es wieder etwas präsenter.  Thanh und ich hatten so einiges zu lachen, Leute in Karohemden, Latzhosen, Jeanswesten, mit großen Kreolen, einige komplett verkleidet als Spice Girls und und und...

Bis 20 Uhr wurde es voller und voller und die Stimmung wurde immer besser. Den Auftakt machten Culture Beat, gefolgt von Snap und Haddaway, No Mercy, Ace of Base und La Bouche. Und alles Live! Um 00 Uhr neigte sich der Abend dem Ende. Toll wars! 
  

Donnerstag, 15. November 2012

Neujahr in Dubai

Wie schön, Feiertag in Dubai, denn hier wird heute islamisches Neujahr "gefeiert". Es ist jedoch eher ein Gedenktag als ein Fest, daher haben wir auch bisher nichts feierliches hier gesehen. 

Die meisten Malls und Geschäfte sind trotzdem geöffnet und wir haben uns daher dazu entschieden zuerst zur Automall zu fahren, um uns einmal nach Autos umzuschauen und anschließend in ein Möbelgeschäft zur fahren, welches exotische Unikate aus Bali anbietet. Die Automall hatte leider geschlossen, daher haben wir uns nur Möbel angeschaut und waren total begeistert. 

Auf dem Rückweg haben wir noch kurz halt im Oasis Center gemacht, eine eher kleine aber sehr schöne und nicht so überlaufene Mall. Am Foodcourt haben wir uns gestärkt und uns dann ein wenig umgeschaut. Dabei haben wir mal wieder einmal festgestellt, dass Geschmäcker verschieden sind.  In diesen Möbelgeschäften werden wir wohl eher nichts finden, aber es ist auf jeden Fall interessant zu sehen, wie sich manche Leute einrichten. 






Auf den Nachmittag haben wir uns schon lange gefreut, denn da fand im Safa Park der Laternenumzug der evangelischen Kirchengemeinde Dubai statt. Der Park war bereis voll mit Leuten die Picknick auf dem Rasen machten und überall tobten Kinder herum. Im Park konnte man sich Kettcars ausleihen, mit denen die Kinder hier umhergefahren sind und man musste aufpassen nicht überrollt zu werden. Natürlich gab es auch Spielplätze, die von Kindern nur so wimmelten. In der Mitte des Parks ist ein großer See auf dem man auch Boot fahren kann. Es gibt hier bestimmt noch viele mehr zu entdecken, daher werden wir bestimmt noch öfter hierher kommen. Ein wenig erinnert der Park an den Central Park, denn er ist eine Oase in mitten von Hochhäusern mit Palmen, See und vielem mehr. Man vergisst sogar, dass man eigentlich mitten in der Wüste ist, da alles so grün ist. Zudem ist es faszinierend die ganzen Hochhäuser zu sehen und den höchsten Turm der Welt (Burj Khalifa), abends sind die Gebäude toll beleuchte, das sieht echt toll aus.





Um 16:30 Uhr haben sich alle vor dem Martinsumzug am Amphitheater zum gemeinsamen Picknick getroffen und es gab Weckmänner. Zum Auftakt wurde ein St. Martinsspiel von den Kindern aufgeführt und dann war es dunkel genug und wir wanderten mit den Laternen eine Runde durch den Park und haben alle bekannten Laternenlieder gesungen. Fast wie in Deutschland nur eben bei 30°C im T-Shirt. 


Den restlichen Abend haben wir in und um die Dubai Mall verbracht. Die war so voll, dass wir im Parkhaus bereits auf das 9. Parkdeck fahren mussten, da wird einem beim Hochfahren schon ganz schwindelig. Markus und Thanh hatten uns von einem Dim Sum Restaurant namens Ping Pong berichtete, dass an der Promenade liegt. Langsam wird es Zeit, dass Emily sich an exotisches Essen gewöhnt ;-) und wir haben wohl bei der Wahl ihren Geschmack getroffen. Leider haben wir keinen Platz mehr draußen an der Promenade bekommen, aber nach dem Essen haben wir uns natürlich noch die Fontainen angesehen, von denen Emily auch immer wieder begeistert ist. 

Ein schöner Tag ist nun langsam zu Ende und das Wochenende steht noch bevor .....  

Dienstag, 13. November 2012

Hausfrauenleben in Dubai

Schön, dass Hausfrauenleben in Dubai, jetzt wo wir noch im Hotel sind gibt es noch nicht so viel zu tun. Die Wäsche macht die Wäscherei nebenan, hierher machen Emily und ich zwischendurch mal einen Spaziergang. Eigentlich würden die auch abholen und liefern aber für uns ist es ein Spaziergang.

Kochen ist schwierig, da wir nur 1 Topf haben ist selbst Spaghetti mit Tomatensauce schwer. Mit unserem Couponbuch lohnt es sich auch gar nicht, denn zum Preis von 1 Essen bekommen wir gleich 2!

Emily und ich gehen nun nur noch jeden 2. Tag zum Pool. Es läuft ja nicht weg, man könnte ja ständig hingehen.

Gestern haben wir einen 6 Stunden Ausflug in die Mall of the Emirates gemacht. Zuerst haben wir alle Möbelgeschäfte abgeklappert, da wir ja noch einige Teile brauchen, anschließend haben wir uns am Food Court gestärkt und uns die Skihalle angesehen. Emily würde am liebsten sofort hinein gehen, muss sich aber noch ein wenig gedulden. Die Spielzeugläden hat sie auch schon alle entdeckt und bereits eine Vorauswahl für den Weihnachtsmann getroffen. Hoffentlich kann der sich alles merken ;-). Andre kam nach der Arbeit auch in die Mall und wir haben dann auch noch unser Dinner bei Chilis gegessen. Und schwups waren 6 Stunden rum.

Gestern waren Emily und ich wieder mit Thanh unterwegs. Dieses mal ging es nicht zum shoppen, sondern an den Strand in den "salzigen Pool" (Emily). Wir haben ein Picknick gemacht, Burgen gebaut und uns auf Luftmatratzen durchs Wasser treiben lassen. Das Wasser ist herrlich Warm, wie in der Badewann und die Hitze merkt man kaum. Das kann natürlich auch ein Nachteil sein, denn als wir nach 3 Stunden zusammengepackt haben wurde mir schlecht und schwindelig. Im Hotel musste ich mich erst einmal einige Stunden erholen und vermute, dass ich einen leichten Hitzschlag hatte.






Wochenende

Den heutigen Freitag haben wir ganz entspannt mit einem Besuch am Pool angehen lassen. Die Tage verlagern sich meist ein wenig nach hinten. Man steht viel später auf, ist dafür aber länger wach. 

Im Oasis Beach Tower hatten wir für einen Tisch zum Friday Brunch im Thyme reserviert. Markus und Thanh hatten sich spontan entschlossen uns zu begleiten. Es gab sehr schöne Live Musik und eine Spielecke mit Kinderbuffet. Für jeden war etwas Dabei und auch das Essen war hervorragend. Die Zeit verging wie im Flug und schwups war es schon 16 Uhr und fast schon wieder dunkel draußen. 

Emily hatten wir versprochen auf die Kirmes zu gehen und somit haben wir uns nach dem Brunch direkt auf den Weg ins Global Village gemacht. Das Village ist nicht nur eine Kirmes, sondern auch eine Ausstellung mit Sachen aus aller Welt und es befindet sich fast direkt hinter unserem zukünftigen Haus. In der Zeit von November bis März ist hier täglich was los. Bereits die Einfahrt zum Parkplatz war gigantisch groß und erinnerte ein wenig an Disneyland. Vom Parkplatz aus konnte man sich mit eine Rikscha bis zum Eingang fahren lassen.

Drinnen wimmelte von Leuten, an jeder Ecke gab es verschiedene Stände, an denen man etwas Essen oder kaufen konnte. Viele verschiedene Gerüche und Geräusche kamen einem entgegen und man wusste gar nicht wo man zuerst hinsehen sollte.

Zuerst ging es auf die Kirmes, hier musste man Münzen kaufen um mit den Karussells fahren zu können. Eigentlich war es fast wie auf der Cranger Kirmes mit dem unterschied, dass bei den Fahrten auf den Karussells entweder nur Männer oder nur Frauen fahren durften. Das sah irgendwie interessant aus, denn als die Männer dran waren, sah man nur weiße Gewänder (Dischdascha) und als die Frauen fuhren schwarze Abayas. Für mich gab es hier relativ schnell Foto- und Filmverbot von der Polizei.



Emily hat noch kurzer Suche die heißgeliebte Rutsche gefunden, dieses Mal musste sie alleine rauf und rutschen. Sie war gar nicht mehr von hier weg zu kriegen.




Da wir bereits ausgiebig beim Brunch zugeschlagen haben sind wir nur an den vielen Futterbuden vorbeigelaufen und haben uns schon mal für den nächsten Besuch ein paar Dinge vorgemerkt.

Natürlich gab es auch zahlreiche Spielstände an denen man jeweils immer nur eine Sorte von Kuscheltieren gewinnen konnte. Emily wollte natürlich auch gerne solch ein Kuschelmonster mitnehmen. Die Spiele sahen zwar einfach aus, aber so einfach war es nun auch wieder nicht. Eine Gruppe junger Männer hatte bereits 1 riesigen Winnie Puh und einen Garfield dabei und als Emily hinging um sich die beiden anzusehen, bekam sie gleich den riesigen Winnie Puh in die Hand gedrückt und dafür, dass sie hinterher ging um "Thank you" zu sagen gab es noch den Garfield dazu! THANK YOU!

Freitag, 9. November 2012

Die 1. Autofahrt + Besuch beim Schweden

Seit vorgestern haben wir einen Leihwagen, verglichen mit den Autos die hier herumfahren eher einen Kleinwagen (Mishubishi Lancer). Andre darf derzeit kein Auto fahren, da sein Visum zur Zeit bearbeitet wird, daher musste ich den Wagen mieten und auch fahren. 

Gestern vormittag habe ich mich spontan mit Thanh verabredet um mit ihr einen Ausflug zu machen. Es war die bisher größte Herausforderung für mich, den Weg von Internet City nach Springs / Meadows zu finden. Zuerst habe ich mir über Google Maps die Strecke angesehen und dann ging es los. Nur 18 km, das ist ja fast um die Ecke. Nach den ersten paar Kilometern war das Fahren gar nicht mehr so schlimm, das einzige Problem war die Orientierung. Die Straßen sind bis auf die ganz großen nicht mit Namen versehen und somit bin ich auch sofort anders gefahren als geplant. Im Rückspiegel konnte ich den Burj Dubai sehen und dachte mir, die Richtung könnte passen und dann immer nach Gefühl der Straße nach. Irgendwann musste ich dann doch zum Telefon greifen und war dann aber erleichtert, als ich hörte, dass ich gar nicht so verkehrt gefahren bin. Als ich ankam war ich richtig stolz auf mich ;-). 

Zusammen sind wir dann nach Deira gefahren, ein älterer Stadtteil auf der anderen Seite des Creeks. Hier waren wir im Festival Center, ein größeres Einkaufscenter, in dem sich auch das schwedische Möbelgeschäft befindet. Da wir demnächst ja einige Möbelstücke brauchen werden waren wir also nicht nur zum Vergnügen hier. Ikea ist auch in Dubai gut besucht und man trifft hier viele Deutsche. Alles war schon sehr schön weihnachtlich dekoriert, so dass man gar nicht merkt dass man in einem muslimischen Land ist. Anschließend ging es noch in einen Amerikanischen Baumarkt (ACE) und auch hier war alles sehr weihnachtlich. 






Mittwoch, 7. November 2012

Erneut auf Häusersuche

Auf unserer Orientierungsreise hatten wir uns bereits ein schönes Haus in Arabian Ranches angesehen, dass wir gerne mieten wollten. Das Problem war, dass der Eigentümer den Title (also den Grundbucheintrag) bislang nicht rausrücken wollte und dieser für die Beantragung meines Visums gebraucht wird. Da es in Dubai üblich ist die Miete 1/2 - 1 Jahr im Voraus zu zahlen, sollte der Mietvertrag nicht unterzeichnet werden bevor das Dokument da ist. Den Zusammenhang zwischen den beiden Dokumenten kann ich mir nicht genau erklären, habe es bisher nicht genau verstanden. Andre hat sein Visum bereits über die Firma beantragt nur ich kann es erst später mit dem Title. Ohne das Visum müsste ich alle 4 Wochen das Land verlassen. Das ist anscheinend eine übliche Prozedur. Man fahrt von Dubai in den Oman rüber und reist wieder ein, so dass das Touristenvisum einfach dadurch verlängert wird.

Vor ein paar Tagen wurde uns daher von der Firma empfohlen einfach erneut auf Häusersuche zu gehen und das haben wir auch heute gemacht. Die Fotos von den beiden Hausbesichtigungen sind im Picasa Fotostream (rechte Seite) zu sehen. 

Derzeit ist der Häusermarkt hier eher schlecht, zumindest wenn man etwas mieten möchte. Die Preise gehen im Winter entsprechend der höheren Nachfrage nach oben. Schöne Häuser zu einem relativ guten Preis sind daher ganz schnell wieder vom Markt. Auch eines der Häuser die wir uns heute angesehen haben ist auch bereits weg. Das andere haben wir uns vorerst reserviert, es wäre auch sofort verfügbar und wir könnten evtl. in den nächsten 1-2 Wochen dort einziehen. Mit den Möbeln dauert es wohl noch ca. 2 Wochen, also würde das ganz gut passen. Morgen werde ich mir noch eine ganz andere Anlage ansehen, die etwas zentraler gelegen ist und dann werden wir uns entscheiden, bevor wir wieder von vorne anfangen müssen. 

Seit heute sind wir auch mobil und haben einen kleinen Mitsubishi Lancer. Morgen werde ich wohl nachdem der Berufsverkehr weg ist zum ersten Mal in das Verkehrsgewusel hier wagen. Das schlimmste ist aber die Orientierung, da ich mir die Namen der Stadteile nicht merken kann weiß ich gar nicht in welche Richtung ich überhaupt fahren muss. Die Beschilderungen hier sind auch nicht besonders gut, teilweise mit unterschiedlicher Schreibweise der Stadtteile, also fährt man einfach drauf los, bis man das Ziel gefunden hat. 

Dienstag, 6. November 2012

Kontakt

Seit Sonntag haben wir neue Handynummern:

Angela : +971 55 123 1685

Postalisch sind wir zur Zeit nur per Mail zu erreichen: AngelaStrobelt(at)web.de.

Abgesehen davon, dass wir immer noch nicht wissen, wo wir wohnen werden gibt es in Dubai keine Postzustellung. Der Briefverkehr muss daher entweder an den Firmensitz oder an eine Postbox gesendet werden.

Sonntag, 4. November 2012

Die ersten Tage in der neuen Heimat

waren ebenso anstrengend, wie die letzten Tage in Deutschland.

Donnerstag, 01.11.2012

Nachdem wir etwas übermüdet in Dubai gelandet sind musste das ganze Gepäck zum Hotel transportiert werden. Bei dem tollen Service hier war dies auch kein Problem. Hier war es bereits 6 Uhr morgens als wir im Taxi zum Grand Midwest in Media City saßen.

Es war schon ein komisches Gefühl, irgendwie wie Urlaub und andererseits muss man sich ständig selbst daran erinnern, dass dies kein Urlaub ist, sondern dass wir die nächsten Jahre hier leben werden. Im Hotel angekommen haben wir uns zunächst das Apartment angesehen, es ist ziemlich groß, fast so groß wie unsere alte Wohnung. Wir haben alles was man braucht inclusive Küche. Das Zimmer liegt in der 17. Etage mit einem tollen Ausblick auf die Palmeninsel (die man allerdings aus dieser Höhe nicht als Palme erkennen kann) und wir schauen direkt auf das Meer und das Burj Dubai.











Emily wollte natürlich als erstes den Pool sehen. Der ist in der 6. Etage, es gibt einen kleinen für Kinder und einen riesig großen, sehr tiefen (1,75m) in dem man toll Bahnen schwimmen kann. Auf dem Weg zum Pool kommt man direkt am Fitnessraum vorbei, den wir in der nächsten Zeit auch öfter mal besuchen wollen.

Andre hat sich nach dem Frühstück direkt auf den Weg zur Arbeit gemacht, da bereits Donnerstag ist also am letzten Tag vor dem Wochenende.

Emily und ich haben erst einmal 3 Stunden lang den Pool getestet und die Sonne und Wärme genossen, nach den Anstrengungen der letzten Tage haben wir uns das auch wohl verdient.


Anschließend haben wir die nähere Umgebung erkundet und uns zu Fuß auf die Suche nach einem Supermarkt begeben. Die Suche war erfolgreich, der Weg nicht weit, aber umständlich. Bürgersteige sind kein Standard, zwischendurch läuft man durch den feinen Wüstensand was mit Kinderwagen ziemlich anstrengend ist, aber trotzdem angenehmer als auf  der viel befahrenen Straße zwischen den rasenden Taxis zu laufen.


Freitag, 02.11.2012

Wochenende in Dubai! Hier in den VAE ist es üblich den Freitag ausgiebig mit der Familie beim Brunchen zu zelebrieren. Nach einem ausgiebigen Poolbesuch haben wir unseren 1. Friday Brunch im
Amwaj Rotana Hotel gemacht. Es gab Live Musik und auch ür Kinder gab es Unterhaltung. Emily hat mit den anderen Kindern Plätzchen gebacken und hatte viel Spaß.


Unser kleiner Bäcker ;-) 
Kekse!




















Am Abend sind wir noch in die Dubai Mall gefahren, denn die hatte wegen Eid Mubarak (dem Fastenbrechen) 24h Stunden geöffnet und es war sehr viel los. Überall gab es was zu sehen, eine Ausstellung über Pinocchio, Jongleure, Clowns und einen Derwisch Tänzer. Unglaublich! Wir haben uns dort noch mit Markus und Thanh getroffen und nach dem Bummel durch die Mall noch an der Promenade gesessen, die Fontainen angesehen und leckere frische exotische Säfte getrunken.



Samstag, 03.11.2o12

Auch den heutigen Tag haben wir wieder entspannt angehen lassen, haben zunächst gefrühstückt und sind dann nach unten zum Pool gefahren. Emily möchte am liebsten den ganzen Tag hier verbringen, wir finden das Wasser sogar schon etwas zu kühl auch wenn es draußen 31°C sind, fühlt es sich nicht allzu warm an, dafür kocht aber der Whirlpool. Da der Pool in der 6. Etage ist hat man einen tollen Ausblick auf das Meer, die Palmeninsel und das Burj Dubai. Sogar Palmen gibt es auf dem Dach, es ist wie im Urlaub hier! Man vergisst total die Zeit und schaut auch nicht ständig auf die Uhr, alles ist wesentlich entspannter. Die Geschäfte haben irgendwie immer auf, also muss man sich keine Gedanken darüber machen, wann man seine Einkäufe erledigt. Abends wird es sehr früh dunkel, man denkt schon um 18h es wäre 22h und ist dann so überrascht darüber dass es noch so früh ist, dass man wieder die Zeit total vergisst. Für Kinder scheint es hier keine Bettzeit zu geben auch mitten in der Nacht sieht man sie überall in den Malls, auf Indoorspielplätzen und in Restaurants. Keiner beschwert sich darüber, es ist irgendwie normal hier.

Nachmittags mussten wir unseren Kühlschrank füllen, hierzu wurde uns der Lulu Hypermarket (ähnlich wie Real) empfohlen. Doch bevor es mit dem Einkauf los ging, haben wir uns an die Restaurantempfehlung von Markus und Thanh erinnert. Das indische Restaurant Peppermill ist ebenfalls im Gebäude in dem der Lulu ist. Es sah von außen bereits so toll aus, dass wir uns spontan dazu entschieden haben hier zu essen. Auch das Essen hat überzeugt und wir werden bestimmt nun öfter hierher gehen.

Peppermill 
























Der Einkauf hat etwas länger gedauert, da wir uns erst einmal orientieren mussten. Es gibt eigentlich alles, was es in Deutschland auch gibt. Preislich ist es vielleicht ein wenig teurer als in Deutschland, es kommt aber natürlich auch darauf an, welche Marken man kauft. Exotisches Obst ist sehr günstig, manche Importe jedoch ziemlich teuer. An das Umrechnen muss ich mich noch ein wenig gewöhnen, aber eigentlich wäre es wohl besser nur noch in Landeswährung zu denken.

Sonntag, 04.11.2012

Sonntag in Deutschland, aber hier der Wochenbeginn. Andre hat sich bereits früh morgens auf den Weg zur Clinic gemacht, um für das Visum die medizinischen Untersuchungen vornehmen zu lassen und ist anschließend ins Büro gefahren.

Emily und ich haben mit Thanh zusammen gefrühstückt und den Tag entspannt angehen lassen. Zuerst sind wir in die Clinic am Safa Park gefahren um Andres Dokument abzuholen. Hier ist alles schlecht ausgeschildert, also fährt man einfach in die grobe Richtung, in diesem Fall Safa Park und klappert dann die Clinicen ab, die es sein könnten. Danach waren wir bei PAN Furniture und haben uns Möbel angesehen. Ein paar schöne Sachen haben wir gefunden, nur in der 3. Etage in der arabischen Welt war es eher lustig als schön ... . Alles in allem hatten wir viel Spaß und es war wieder einmal ein schöner Tag.

Hier mal ein kleiner Einblick in die arabische Möbelwelt:








Abends sind Emily und ich noch in die IBN Battuta Mall gefahren, um uns dort mit Andre zum Essen zu treffen. Da wir seit gestern den Entertainer haben (2 dicke Bücher mit tausenden von Coupons 2 für 1) wollen wir noch ein paar Restaurants testen. Unsere Hotel - Küche ist sehr spartanisch eingerichtet und daher ist es mit dem Kochen schwierig. Zudem ist das Essen gehen hier ein richtiges Erlebnis. Wir haben uns für das IBN Battuta Gate Hotel entschieden, wo es ein tolles Dinner Buffet gab.

Die letzten Tage in der alten Heimat

waren sehr anstrengend. Es gab noch vieles zu erledigen. 

Wir haben unsere Küche und den Schlafzimmerschrank über Kleinanzeigen verkauft und konnten uns vor den Anfragen kaum noch retten. Innerhalb von einer halben Stunde bekamen wir 10 Anrufe und mindestens 20 E-Mails, dann habe ich mich dazu entschieden die Anzeige erst einmal zu deaktivieren. 
Die Leute handelten sogar noch den Preis nach oben, um garantiert die Küche zu bekommen. Mit solchen Reaktionen hatten wir nicht gerechnet. 

Zum Straßenverkehrsamt mussten wir gleich mehrfach, um einen internationalen Führerschein ausstellen zu lassen und mein Auto abzumelden, dass am Mittwoch also an unserem letzten Tag in Deutschland verkauft und abgeholt wurde. 

In unserer Wohnung standen auch noch ein paar Dinge, die zum Bauhof mussten. 

Am Dienstag hatte Marco Geburtstag, da gab es leckeren Kuchen und Essen und wir durften wieder viel erzählen von unserem vorhaben Auszuwandern. 

Mittwoch hat Emily ihren Abschied mit Kuchen im Kindergarten gefeiert. Es war schon ziemlich traurig, da sie sich dort sehr wohl gefühlt hat und viele Freunde hatte. Wir werden gerne an die schöne Zeit zurückdenken! Zum Abschied bekam sie noch ein paar tolle Erinnerungsstücke mit vielen Fotos, tollen Bildern und Wünschen für Dubai. Wir haben sie uns schon ganz oft angesehen. 

Nach zahlreichen weiteren Verabschiedungen von Verwandten, Nachbarn und Freunden mussten wir uns um 18 Uhr schnellstens auf den Weg machen, um nicht unseren Abflug zu verpassen.  6 Koffer und 6 Handgepäcke wurden auf 2 Autos verteilt. Am Flughafen angekommen hatten wir damit gerechnet noch ordentlich für unser Übergepäck zahlen zu müssen, aber die Damen von Emirates waren klasse. 100 kg wurden einfach registriert und auch die vielen relativ großen Handgepäcks die wir zu zweit kaum tragen konnten waren kein Problem. Bis zur Sicherheitskontrolle wurden wir noch von Karl, Petra, Marco und Marina begleitet. Der Abschied viel allen schwer, aber wir sehen uns ja bestimmt bald wieder.    

Der Flug wäre eigentlich sehr schön gewesen, wenn es nicht unbedingt der Nachtflug gewesen wäre. Das Essen und das Unterhaltungsprogramm mit einer riesigen Film- und Musikauswahl waren super. Leider war der Flug bis auf den allerletzten Platz ausgebucht und somit saßen wir eingequetscht auf unseren Sitzen. Emily war sehr müde, wollte sich das Essen aber nicht entgehen lassen und danach war es schwer sie zum schlafen zu bewegen. Als wir alle endlich eingeschlafen waren ging plötzlich das Licht an, wir waren schon kurz vor der Landung. Schön so eine durchgemachte Nacht ...